Die Gründung und Geschichte des Vereins



Im Jahr 1931 wurde die "Schützengilde Raestrup 1931" gegründet. Eine kleine Gruppe Männer setzte sich um den Raestruper Bahnhof an den Tisch, besprach sich und beschloss, eine Schützengilde zu gründen. Das eigentliche Vereinsfundament wurde in der historischen Gaststätte Wilskotten und auf den Höfen Franz Schlieper und Josef Johannesmann, wo auch "Tante Emma" ein kräftiges Wort mitsprach, geschmiedet. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Reichsbahn-Vorsteher Gerhard Vogt bestellt. Der Grundstein der neuen Gilde war gelegt: Im Jahr 1932 fand in "Schliepers Büschken" das Wetteifern um die erste Königswürde statt. Der erste Schützenkönig August Wiewel, der sich Emma Kraak zur Königin erkor, legte für die Vereinsgeschichte ein gutes Fundament. Die Kinder der Raestruper Schule waren im Schützenfestzug mit eingebunden. Die Mädchen trugen Blumensträußchen, die Jungen waren auf ihren "Steckenpferdchen" gut eingeübt und trugen bunte Papierhelme. Im Nachmittagsprogramm wurden sie auf "Schliepers Spielweise" von Änne Revering, Maria Wiewel und Maria Leißing gut unterhalten. Verlockend war stets der von Mutter Wiewel aufgebaute "Tante-Emma-Laden" mit allerlei Süßigkeiten. In den nächsten Jahren blühte die Schützengilde auf und die Zahl der Mitglieder wuchs ständig. Von Anfang an war die Familie Schlieper mit der "Schützengilde Raestrup" verbunden. Über Jahre wurde das Schützenfest im idyllischen Wäldchen der Familie gefeiert. Franz Schlieper, der Großonkel des späteren Vorsitzenden Josef Schlieper, gehörte zu den Mitbegründern der Raestruper Gilde. Nach 1933 nahmen die Nationalsozialisten großen Einfluss auf das Vereinsleben, besonders auf die Organisation und den Ablauf von Vereinsaktivitäten. In Raestrup hielt die nationalsozialistische Vereinspolitik erst im Jahre 1936 Einzug. Im Jahre 1939 fand das vorläufig letzte Schützenfest statt.